Drucker ABC - Von S bis Z
Das Drucker-Fachchinesisch - neu erklärt von Laubengaier! Teil 4.
Wenn Sie danach noch Fragen haben, wir sind jederzeit für Sie da
Satzspiegel
Einen Satzspiegel können Sie in keinem Baumarkt und auch in keinem Möbelgeschäft kaufen.
Als Satzspiegel wird in der Typografie die Nutzfläche auf der Seite eines Buches, einer Zeitschrift oder anderen Druckwerken bezeichnet. Daraus ergibt sich die Größe des Papierrandes, der in einem ästhetischen Verhältnis zur Nutzfläche stehen sollte. Anders gesagt, ist der Satzspiegel ein gedachtes Rechteck, das die bedruckten Teile einer Seite umgibt.
Schön- und Widerdruck
Schön- und Widerdruck bedeutet nicht, dass etwas schöner wird, wenn man es wieder druckt.
Als Schön- und Widerdruck bezeichnet man das doppelseitige Bedrucken eines Druckbogens mit in der Regel voneinander verschiedenen Druckformen.
Unter Schöndruck ist hierbei der erste Druckgang zu verstehen, nach dem der Bedruckstoff, meistens Papier, gewendet wird und der zweite Druckgang, der so genannte Widerdruck, mit einem vom ersten Druckgang verschiedenen Druckmotiv auf die Rückseite des Schöndrucks erfolgt. Der Wendevorgang geschieht entweder durch Umschlagen oder durch Umstülpen des erst einseitig bedruckten Bogens.
Tonen
Es werden neuerdings natürlich keine Skulpturen in der Druckbranche getont.
Tonen definiert das Einfärben/Bedrucken von außerhalb des Druckes liegenden und nicht dem Druck entsprechenden Stellen.
Zähigkeit
Keine schöne Sache, wenn das Fleisch auf Ihrem Teller zäh ist, oder?
Zähigkeit, in der Druckbranche auch Viskosität genannt, beschreibt die Eigenschaft eines Stoffes unter Einwirkung einer mechanischen Spannung zu fließen und irreversibel deformiert zu werden.